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     VideoTIM     Der Blindenmonitor

Für welche Aufgaben ist VideoTIM geeignet?

Bild: Lesen einer Medikamentenpackung mit VideoTIM

Der Blindenmonitor VideoTIM ist sehr vielseitig einsetzbar. Im Privatbereich werden viele Textinformationen lesbar, die kaum mit anderen Hilfsmitteln zugänglich sind. Dies reicht von Medikamentenpackungen, Kontoauszügen, Briefen, Zeitungen und Büchern bis zu verschiedenen Anzeigeinstrumenten.

Bild: Handschriftliche Zahlen mit der VideoTIM-Hand-Kamera lesen
Bild: Zeitschriftenlesen mit VideoTIM
Bild: Darstellung einer handschriftlich geschriebenen Zahl auf dem VideoTIM
Bild: Nahaufnahme der einzelnen fühlbaren Pixel des VideoTIM-Displays
Bild: Zahldarstellung von gedruckten Lettern auf dem VideoTIM Bild: Zahldarstellung auf dem Display des VideoTIM

Im Beruf bringt der VideoTIM neue Chancen am Arbeitsplatz, weil viele Dokumente erstmals direkt vom Blinden bearbeitet werden können. Das bedeutet, man kann sofort auf z.B. Formulare schauen, ohne vorher einen zeitaufwendigen Tisch-Scanner mit OCR laufen lassen zu müssen. Gerade im Bereich von Tabellen und Zahlen ist VideoTIM anderen Hilfsmitteln gegenüber deutlich überlegen. An Arbeitsplätzen, an denen es wirklich auf ganz exakte Zeichenerkennung ankommt, hat VideoTIM selbst Kritiker überzeugen können. VideoTIM setzt neue Massstäbe. Auch deutlich geschriebene Handschrift und Unterschriften - für OCR-Technik bislang kaum zu erfassen - kann mit VideoTIM gelesen werden.

An VideoTIM läst sich auch eine spezielle Video-Kamera anschließen, mit der der Blinde Objekte im Raum live beobachten kann. Diese Funktion befindet sich noch in der Erprobungsphase. Mit dieser Technik kann man Geburtsblinden einen Eindruck von der Funktionsweise der visuellen Welt vermitteln.

Bild: Eine Videokamera ist auf eine winkende Hand gerichtet, das Bild wird live auf dem VideoTIM gezeigt
Bild: Eine Hand bewegt sich vor der Videokamera

Also z.B. demonstrieren, dass Objekte größer werden, je näher sie an die Kamera heran rücken. Auch Bewegungen, wie hier im Bild eine Handbewegung, kann mit den Fingern gesehen werden. Im Schulunterricht können geome- trische Objekte von allen Seiten betrachtet und gelernt werden.

Bild: Die Mini-Hand-Videokamera liegt auf einem Lexikon, der VideoTIM zeigt live die Buchstaben auf dem Display

Beim Lesen mit dem VideoTIM werden die Buchstaben sehr exakt fühlbar dargestellt. Per Taster kann jeweils die geeignete Buchstabengröße gewählt werden. Die Buchstaben-Darstellung ist so päzise, dass die Typografie klar erkannt wird. Selbst etwas schwach gedruckte Schrift oder Buchstaben mit sehr dünnen Linien kann VideoTIM leicht lesbar anzeigen. Die hohe Bildfrequenz von 24 Bildern pro Sekunde unterstützt auch zügiges Lesen.

Bild: Icon Schere auf TIM-Display Bild: Balkengrafik auf TIM-Display
Bild: Icon Pfeil auf TIM-Display Bild: Druck-Buchstaben A,B und C auf TIM-Display

Die vier Grafiken veranschaulichen die Vielfalt der möglichen Darstellungen auf dem TIM-Display. Diese reicht von den in PC-Programmen üblichen Icons (Schere, Pfeil) über Businessgrafiken (Balkendiagramm) bis zur Schwarzschrift.

Bild: Mini-Hand-Videokamera auf einem Inhaltsverzeichnis

VideoTIM ist überall dort sinnvoll eingesetzt, wo es um einen schnellen, unmittelbaren Zugriff auf Informationen geht:

 Inhaltsverzeichnisse, Aktensortierung, Businessgrafiken, Orga-Grafiken, Formeldarstellungen, Packungsbeschriftungen, PC-Ausdrucke, Layoutkontrolle, Formulare, Vorlagenprüfung, FAX-Sendungen, etc.

Bild: Mini-Hand-Videokamera auf einem modernen Handy-Display mit TFT-Display

Ein neues Anwendungsgebiet sind alle Formen elektronischer Anzeigen, die oftmals durch kein anderes Hilfsmittel zugänglich gemacht werden können. Je deutlicher das Display, desto deutlicher kann auch VideoTIM die Bilder darstellen.

 Ältere Handy-Displays sind aufgrund ihrer geringen Kontrastwerte und teils vertieften Einbauweise weniger gut mit VideoTIM zu betrachten. Sehr gute Wiedergabequalität erreichen plane TFT-Displays. Es soll an dieser Stelle aber kein falscher Eindruck erweckt werden: VideoTIM eignet sich technisch zur Wiedergabe vor allem von selbstleuchtenden Anzeigen. Die Schwierigkeit im Umgang mit diesen Displays rührt daher, dass die Anzeigen häufig wechseln, unverständliche bunte Grafiken aufweisen und die Handhabung der Kamera auf einem nicht fest installierten Untergrund übungsbedürftig ist.

Hingegen ist das Lesen auf einem großen Flachbildschirm (TFT) in Textanwendungen sehr einfach und klar. Hierbei kann zum Beispiel das Layout, eingebundene Grafiken oder die gewählte Schrift vor dem Ausdruck kontrolliert werden.  

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